Ezè

Ezé war schon oft auf dem AKF und wir freuen uns ihn auch dieses Jahr wieder auf unsrer Bühne zu sehen. Er ist ein facettenreicher Schwarzer Künstler aus Burkina Faso, der seinen Migrationsvordergrund feiert. Geboren in Ouagadougou, ist Ezékiel Wendtoin Nikiema, alias Ezé, erst in Deutschland Schwarz geworden. Damit meint er nicht seine Hautfarbe, sondern die politische Dimension des Schwarzseins in Deutschland. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler empowert sich mit seiner Musik selbst, in einer Gesellschaft, in der schwarze Afrikaner in viele Schubladen gesteckt werden, aus denen er kraftvoll ausbricht.

Ezé ist Sänger, trilingualer Sprachschmied, Schlagzeuger, Gitarrist, Frontman on fire und neuerdings Rapper. Seine Texte schreibt und singt er auf Deutsch, Französisch und Mooré. Sein aktueller Sound ist von Afro-beats, Amapiano und westafrikanischen Rhythmen geprägt und ein klanglicher Spiegel seiner unterschiedlichen Erfahrungen.

Ezé hat außerdem mit seinem gesamten Herzblut verschiedene Kunst-, Umwelt- & Bildungsprojekte in Burkina Faso ins Leben gerufen, das er nun gemeinsam mit den von ihm gegründeten Vereinen APECA in Ouagadougou und TAM e.V. in Dresden erfolgreich umsetzt. In Deutschland engagiert er sich vielfältig für Anti-Rassismus, gesellschaftliche Solidarität und politische Bildung, z.B. mit Workshops in Schulen und anderen Einrichtungen.

Im Rahmen seines Masterstudiums in Germanistik migrierte Ezé 2016 von Burkina Faso nach Deutschland. Seit seinem Studienabschluss im Sommer 2018 lebt er als freiberuflicher Liedermacher, Musiker, Schauspieler und Workshopleiter weiter in Deutschland. Schon in seiner Schulzeit und während des Germanistikstudiums in Ouagadougou hegte Ezé eine große Leidenschaft für die deutsche Sprache.

Sein Konstantin-Wecker-Cover „Sage Nein“ hat bisher große Aufmerksamkeit erzeugt und ging in den Sozialen Medien viral:

„Es ist die Art, wie Ezé Melodie, Rhythmus und Silben verbindet, die ihn zu neuen Lösungen führt (…). Bei Ezé wird zum Sound, was Einwanderung für Deutschland bedeutet: die Erweiterung des kulturellen Bewusstseins.” – Süddeutsche Zeitung